Get Out of Nightmare am Kuzorra-Weg: Ein sehr stiller Ort (Midnight Special)

Heute wollte die Schalker Marketing- und Social-Media-Abteilung mal so richtig cool sein und hat Fotos von einem Halloween-Fotoshooting mit Weston McKennie veröffentlicht. Ich bin normalerweise um eine bedachte Wortwahl bemüht, deswegen sehr bedacht und so, dass es jede*r versteht: Ich ertrage diesen unreflektierten, rassistischen Schweineschlachterverein nicht mehr!

Wie kann denn bitte irgendwer denken, dass es eine gute Idee wäre, einen schwarzen (!) amerikanischen Spieler mit blutig geschminktem Gesicht (!!) in einem Gefängnisoverall (!!!) hinter Gitter (!!!!) zu stecken, mit dem Kommentar: “…hungrig & bissig”?! Weil hahahaha Zombie, Halloween! Scheiß auf die ganzen rassistischen und kolonialistischen Stereotype! Habt ihr schon mal von Polizeigewalt gegenüber Schwarzen gelesen? Oder nach Fotos von ICE Detention Centers gegoogelt, denn die Ähnlichkeit ist echt erstaunlich! Wirklich gut getroffen, echt! Wisst ihr, dass Schwarze in der Kolonialzeit aus ihrer Heimat entführt, versklavt und teilweise in Zoos ausgestellt wurden?! „Hungrig & bissig“.

Aber wahrscheinlich hat der Spieler sich dazu „freiwillig bereit erklärt und fand’s witzig“ oder es war sogar „seine Idee“. Aber ich sag euch was: Es ist nicht seine Aufgabe, euch als Alibi zu dienen. Oder EUREN verdammten Job zu machen. Der besteht nämlich – Überraschung! – nicht nur aus Zahlen und Witzchen hier, Witzchen da; sondern daraus, sich einen Kopf über das Bild zu machen, dass man vermittelt. Bilder vermitteln Werte – „The medium is the message“! Sie könnten auch ein gewisses Leitbild vermitteln, aber hey, ich schätze, ich soll mich wohl daran gewöhnen, dass das für niemanden mehr relevant ist! Was ein Scheiß aber auch, dass da alle immer so drauf rumreiten, oder?

Vielleicht sind ja neuerdings auch rassistische Südstaatler*innen die neue Zielgruppe, was weiß ich. Ich frage mich dabei aber, wie das Team USA und dessen Fans es wohl finden, dass ihr zwischenzeitlicher Captain so dargestellt wird? Oder soll das ein Fall von Skandal gleich Reichweite gleich gutes Marketing sein? Dann können „wir“ auch gleich anfangen, in dem Blauton einer gewissen Partei aufzulaufen. Das wäre zumindest ehrlicher als dieses betretene Totschweigen von Themen, zu denen niemals geschwiegen werden darf, schon gar nicht in einer Zeit wie der jetzigen. Grüße an dieser Stelle an Clemens Tönnies, ich erkenne dich mit deinem neuen Bart immer noch wieder.

Falls ihr bis hierher gelesen habt und euch denkt, „Woah, so habe ich das gar nicht gesehen!“ oder falls ihr denkt ich übertreibe: Hier eine kleine Auswahl von Büchern schwarzer Menschen, die sich wünschen, dass wir sie lesen. Und dazu lernen.

Reni Eddo-Lodge: Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche.

Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten.

Ijeoma Oluo: Du willst also über Hautfarben reden?!: Warum ich immer noch mit Weißen über Rassismus spreche.

Noah Sow: Deutschland Schwarz Weiß: Der alltägliche Rassismus.

Kommentare (3)

  1. Tickst du noch ganz sauber? Verpiss dich einfach!

    Antworten
  2. Sonst geht es dir gut ? Keine anderen Sorgen? Keine anderen Hobbys ?

    Antworten
  3. Wow! Selten so etwas dämliches und sinnloses gelesen!
    Der Junge ist Amerikaner und mit Halloween aufgewachsen, das ist etwas alltägliches auch in unserer Gesellschaft!
    Bitte lösch dich und kommentiere nie wieder solche Aktionen unseres S04!

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.