049 Alles zur Ausgliederung mit Florian Neumann und Günther Althaus


Ausgliederung, beim FC Schalke 04 e.V.???

Was ist das? Was soll das? Was bringt das? Ist das gut und richtig für Schalke 04? Was bedeutet das für uns Anhänger und Mitglieder:innen?

Fragen über Fragen in einer Situation, in welcher der Vorstand mit ganz normalen Mitglieder:innen höchstens noch über die Sport-Bild und den Kicker kommuniziert.

Gäste:

Florian Neumann / @nedfuller hat die Ausgliederung beim HSV damals mit seinem Podcast Rautenradio konstruktiv, aber kritisch begleitet. Heute ist er ein Teil vom HFC Falke und hat dem Profifußball und seinem Hamburger SV nach 30 Jahren Fanliebe abgeschworen.

Günther Althaus (Wikipedia) ist ehemaliger Präsident des DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V.
Er war in zahlreichen Unternehmen in verantwortlicher Position. Heute betreibt er einige Start-Ups und ist großer Befürworter von Genossenschaften.

Eine Podcastfolge, die Licht ins Dunkle bringen soll – und am Ende mit dem vielleicht Besten aller Vorschläge für unseren FC Schalke 04 hervorsticht.

Danke 🙏 an alle Unterstützer:innen!

Viel Spaß beim Hören.

Für Unterstützung steht mein Hut bei Paypal: https://paypal.me/derPepo

Für Anfragen und Kontakt steht die E-Mailadresse kontakt@blauer.salon zur Verfügung.

Kommentare (3)

  1. Starke Folge mit starken und äußerst sympathischen Gästen! Gerne wieder und weiter mehr davon!

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  2. Vielen Dank für den sehr interessanten Podcast an Pepo und die beiden Gäste Florian Neumann und Günther Althaus!

    Pepo und Florian Neumann kann ich nur beipflichten: Auch für mich wäre nach einer Ausgliederung wahrscheinlich nichts mehr so wie vorher. Denn die Identifikation mit dem Klub als integraler Bestandteil (Mitglied) und basisdemokratischer Souverän (Mitgliederversammlung) setzt mehr Energien frei als die Sympathie und Treue eines gewöhnlichen Fans zu ihm. Man wäre nach der Ausgliederung irgedwie nur noch “An-Hänger” – nicht mehr Teil vom Ganzen.

    Unabhängig von dieser speziellen Identifikation hat der basisdemokratische e.V. ja immer auch ganz praktische Auswirkungen gehabt rund um die Mitgliederversammlungen; die Mitglieder konnten etwas im Sinne der Mitglieder und Fans bewegen. Ich denke hier u.a. an zuletzt viele Satzungsänderungsanträge, Leitbild, an ViaNOgo (Druck auf der MV führte dazu, dass die Verantwortlichen sich besannen), den sog. Erdogan-Antrag (Antrag wurde auf Druck der Mitglieder im Vorfeld einer MV zurückgenommen), oder auch an solche Dinge wie die Erstattung der Flugkosten der Fans beim abgesagten Testspiel/Liverpool (Erstattung wurde erst auf der MV zugesagt, nachdem es vorher ähnliche förmliche Schreiben gab wie beim unsäglichen Corona-Härtefallantrag).

    Auch mir ist aber eine eG als Rechtsform für Schalke grundsätzlich nicht unsympathisch, inbes. wenn eine Umwandlung nach Umwandlungsgesetz (§§ 283 ff.) erfolgen würde (sog. Formwechsel), wo alle Rechte der Mitglieder gewahrt und dann auch sog. investierende Mitglieder aufgenommen werden könnten, es aber zu (imho überwindbaren) Kollisionen mit Verbandsrecht, das formal keine eG vorsieht, kommen könnte.

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  3. Toll und überzeugend, wie Günther Althaus Werbung für die eG macht und anmahnt, die Mitglieder ganz frühzeitig mit ins Boot zu nehmen, was aktuell leider nicht passiert.

    Wenn ich Günther Althaus richtig verstanden habe, dann war u.a. sein Ansatz, dass sich S04 umwandelt von einem e.V. zu einer eG (dann die Muttergesellschaft) und dabei die Mitglieder gleich einen erheblichen finanziellen Beitrag zu leisten haben (Erwerb Genossenschaftsanteile, auch wenn das sozial ausgestaltet werden kann über einen geringen Mindestanteil und Ansparen) um gleich Geld für eine Anschubfinanzierung (oder gar für die Rettung vor der Insolvenz!?) einzunehmen.

    Hier habe ich Bedenken, dass viele Schalker das finanziell leider nicht mitmachen können oder/und wollen. Auch aus meiner Sicht wäre der einmalige Zufluss von Geld grundsätzlich das falsche Signal an unsere aktuellen Verantwortlichen in Vorstand und Aufsichtsrat, die den aktuellen sportlichen und finanziellen Niedergang zu verantworten haben. Wir hatten in der Vergangenheit nie ein Einnahmeproblem, sondern immer ein Ausgabeproblem. Unsere Verantwortlichen sollen eben nicht so weiter machen wie bisher, sondern sich erst einmal emanzipieren (insbes. vom System Tönnies) und lernen, ordentlich zu haushalten oder – wenn nötig – zu sanieren (Vorstand) und das entsprechend zu überwachen/kontrollieren (Aufsichtsrat).

    Um Geld von den Mitgliedern zu bekommen wäre eine Umwandlung, die übrigens rechtlich sehr kompliziert und in der außerordentlichen Dimension Neuland wäre und deshalb auch viel Geld kosten würde, nicht nötig. Denn auch der heutige e.V. kann bereits von seinen Mitgliedern – zumal einfacher, billiger und schneller – durch (auf der MV zu beschließende) sozial ausgestaltete Sonderumlagen (§ 4.3 Absatz 2 unserer Satzung) und/oder anderweitig (z.B. durch Spendenaufruf) Geld einnehmen oder leihen (Anleihen und viele andere Instrumente auf dem Finanzmarkt). Aber hier bin ich grundsätzlich aber auch ganz bei Pepo: Wir müssen in unserem Kumpel- und Malocherklub bei allen Schritten unbedingt alle Mitglieder mitnehmen, gerade auch nicht so gut betuchte!

    Auch bei dem angedeuteten Ansatz von Günther Althaus soll ja dann die Profiabteilung ausgegliedert werden (vor oder nach der Umwandlung oder gleichzeitig?), also nicht nur ein sog. Formwechsel (s.o.) stattfinden. Die eG wäre dann die Muttergesellschaft, aber nicht mehr die Profilizenz-Gesellschaft.
    Die direkten und unmittelbaren Rechte der Mitglieder (direkte Aussprache, Fragerecht, Vorstellung und Wahl der Kandidaten) und die Beschlüsse und Zusagen auf der Mitgliederversammlung (dann eG-Generalversammlung) könnten dann nicht mehr in vollem Umfange gewahrt und durchgesetzt werden hinsichtlich des Profifußballs: Alle Rechte wären nur noch mittelbar oder indirekt und eine Einflussnahme auf den Profifußball ggf. nur noch stark zeitversetzt möglich. Beschlüsse der eG-Generalversammlung oder Zusagen und Beschlüsse auf dieser könnten unter Beachtung der Fristen in der Profilizenz-Gesellschaft womöglich erst im nächsten Jahr auf deren Gesellschafterversammlung durchgesetzt werden. Bei Zulassung von Investoren in der Profilizenz-Gesellschaft könnten diese auch noch über sog. Sperrminoritäten zudem alles auch noch zusätzlich erheblich verzögern oder gar komplett blockieren.

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